Generation Y / Digital Natives / FührungMonika Koller, dipl. Lm.Ing. ETH, Autorin und Referentin

Generationenunterschiede gab es schon immer, aber mit der Generation Y (1985 – 2000, „Digital Natives“) sind die Unterschiede markanter geworden. Aufgewachsen mit der Kommunikationstechnik sind die jungen Menschen unabhängiger, denn Sie waren weniger auf Erwachsene angewiesen, um an Wissen heranzukommen.

 

Die Y‘er denken nicht hierarchisch. Aus sozialen Netzwerken kennen sie nur Mitglieder und Freunde. Sie gehen nicht zu Vorgesetzten, sondern sprechen direkt jene Personen an, die es betrifft, resp., die es wissen.

 

Sie sind sich gewohnt, schnell und selbstständig zu arbeiten und mit Komplexität umzugehen. Sie brauchen dabei bloss regelmässiges Feedback, um zu wissen, dass sie gut unterwegs sind. Sie tauschen sich über die sozialen Netzwerke bis ans Ende der Welt aus; die Firma stellt dabei keine Grenze dar.

 

Sie sind innovativ und kritisch und wollen mitreden. Werden sie nicht gehört, suchen sie das Weite. Wenn es aber stimmt und sie den Sinn in ihrer Arbeit sehen, dann ziehen sie vorwärts und sind bereit mehr zu leisten. Die Generation Y praktiziert das Work-Life-Blending. Sie will „leben“ beim Arbeiten und lässt Arbeit und Freizeit ineinander übergehen. Es ist für sie selbstverständlich jederzeit elektronisch ansprechbar zu sein. Sie wollen aber auch ihre sozialen Kontakte am Arbeitsplatz pflegen.

 

Die Y‘er erwarten Mehrwert von der Firma. Sie lassen sich nicht nur durch finanzielle und statusorientierte Vorteile ködern. Sie möchten sich identifizieren mit dem was sie tun; es muss Sinn stiften und Wert schaffen, in der Sache wie auch in der persönlichen Entwicklung.

 

Im Gegensatz dazu sind Pre-Digitals stärker gesellschaftsorientiert, loyal und zurückhaltend, und sie sind sich gewohnt, zuzuhören. Sie kennen Krisen- und Kriegszeiten von ihren Eltern und sie wissen, dass man in schwierigen Situationen auch durchhalten muss.

 

Diese Unterschiede können zu Verständigungsproblemen zwischen den Generationen führen. So kann es für die Digital Natives schwierig werden, die Visionen und Ziele der Firma zu erfassen und zu verfolgen. Für das Management ist dies eine besondere Herausforderung. Lösungen dazu liegen oft ausserhalb der bisherigen Führungspraktiken.

 

Besondere Sorgfalt ist andererseits erforderlich, um bei den Pre-Digitals zu verhindern, dass Gefühle von Ablehnung, und Demotivation entstehen, wenn die Digital Natives sukzessive in die Führungsetagen eintreten.

 

Die Zusammenarbeit unter den Generationen funktioniert, wenn beide Gruppen Wertschätzung erfahren und wenn beide spüren, dass sie für das Unternehmen wichtig sind – wichtig gerade deshalb, weil sie unterschiedliche Stärken aufweisen.

 

Diese generationenübergreifende Zusammenarbeit sowie die generelle Entlastung der interpersonellen Kommunikation von Hierarchievorstellungen eröffnen den Unternehmen neuartige Chancen zu exzellenter Leistung ihrer Organisation. Mit Führungsvisionen, welche diesem gesellschaftlichen Wandel Rechnung tragen, können Unternehmen besondere Kraft für Innovation und Wandel erlangen [Artikel IM+io].

 

Unser Team kann sie wie folgt unterstützen:

Präsentationen und Workshops im Kreise des Kaders bezüglich der Generationenfrage und seiner Implikationen resp. Chancen für das Unternehmen.

 

Unterstützung mit Coachings und Konfliktlösungen

 

Weiterentwicklung der Führungskultur im Lichte des gesellschaftlichen Wandels.

 

Artikel (Downloads siehe rechts oben)

  • Digital Natives: Glaubenssätze neuer Generationen
  • Wachablösung: Plädoyer für Generationen-Vielfalt im Unternehmen – ein Leitfaden für Coaches und Führungskräfte.
  • Horizontale Führung: der Schlüssel zu exzellenter Leistung